Kreiselmäher: rotierende Mähgeräte mit hoher Flächenleistung
Das moderne Kreiselmähwerk mäht im freien Schnitt
Der Kreiselmäher, auch als Kreiselmähwerk bezeichnet, kommt in der Landwirtschaft zum Einsatz, um Gras zu mähen. Dafür wurden früher ausschließlich Erntemesser, Sichel und Schere verwendet, aber mit Beginn der Industriealisierung wurde diese mühsame Handarbeit nach und nach vom Mähbalken abgelöst, der wiederum seit den siebziger Jahren zu großen Teilen von rotierenden Mähgeräten verdrängt wurde. Der Kreiselmäher zählt zu diesen rotierenden Mähwerken und mäht im freien Schnitt. Das besondere bei dieser Mähtechnik ist, dass hier auf eine Gegenschneide wie etwa beim Scherenschnitt verzichtet wird, das Gras wird ausschließlich durch ein rotierendes Messer geschnitten. Diese Schnitttechnik hat den Vorteil, dass eine hohe Flächenleistung möglich ist.
Die Kreiselmäher werden vorzugsweise an einen Traktor vorn oder hinten angebaut und über eine Zapfwelle angetrieben. Aber es sind auch von Hand geführte Kreiselmäher im Einsatz. Der große Vorteil gegenüber den handelsüblichen Balkenmähern besteht zum einen in den Materialkosten für die Messer, Ersatzmesser bei Kreiselmähern kosten nur einen Bruchteil von denen der Balkenmäher, sowie zum anderen im leichteren Handling des Mähwerks. So arbeiten die Kreiselmäher im Gegensatz zu den Balkenmähern fast ohne Vibration der Lenkholme und die Maschine bewegt sich auch durch den separat gelegenen Mähteller insgesamt leichter.
Kreiselmäher erreichen Arbeitsbreiten von vier Meter als Einzelmaschine bis zu zehn Meter in Kombination mit mehreren Mähwerken an einer Zugmaschine. Kreiselmäher arbeiten schon wie große Maschinen in der Landwirtschaft, schneiden allerdings das Gras nur ein einziges Mal und legen es dann zu einem Mähgutstapel ab, der als Schwad bezeichnet wird.
